willstaetter-hexen.de Webutation

Höchster ONB-Orden für drei Willstätter Hexen


Gisela Krieg, Heinz Zimmer und Georg Hetzel wurden im Rahmen des Vereinsabends der Willstätter Hexen im Foyer der Hanauerland-Halle mit dem Quintessenz-Orden des Ortenauer Narrenbundes (ONB) ausgezeichnet. »Das ist eine besondere Ehre, zumal im ONB seit 1981 diese Auszeichnungerst 33 Mal verliehen wurde«, betonte Rainer Domfeld, der Präsident des ONB. Der Quintessenz-Orden ist die höchste Persönlichkeits-auszeichnung im ONB. »Normalerweise werden in einem Jahr maximal sechs Personen mit dem Quintessenz-Orden geehrt«, so Domfeld. »Es ist ein Novum, dass in einem Jahr drei Mitglieder von einer Mitgliedszunft auf einmal geehrt werden«, konstatierte ONB-Präsident Rainer Domfeld.

Die Willstätter Gisela Krieg, Heinz Zimmer und Georg Hetzel – er konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein, seine Ehefrau Elfriede nahm die Auszeichnung entgegen – sind nun die Ordensträger Nummer 34 bis 36. Zum Kreis der Ordensträger gehören neben Kehls Oberbürgermeister Günther Petry auch Offenburgs Oberbürgermeisterin Edith Schreiber sowie der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Günther Oettinger. Die Ehrung wurde vorgenommen von Rainer Domfeld und Reinhard Schmid aus Mietersheim, Mitglied des hohen Rates des Quintessens-Ordens. Rainer Domfeld würdigte die Verdienste der Geehrten um die Fasnacht in Willstätt. 

Gisela Krieg ist die gute Fee der Willstätter Fasnacht, wenn es bei den Willstätter Hexen darum geht, für Fasnacht Kostüme zu nähen. Aber nicht nur für die Willstätter Hexen hat Gisela Krieg in den letzten Jahrzehnten unzählige Kostüme genäht, sondern auch für die Gymnastikgruppen des Turnvereins Willstätt. Seit 1986 näht und fertigt Gisela Krieg mit ihren Frauen Hexensocken, Handschuhe, Mützen, Strohschuhe und vieles mehr. Wer etwas braucht, kommt zu Gisela Krieg. Als im Jahr 2009 die neue Willstätter Fasnachtsfigur, der Hogemann, ins Leben gerufen wurde, war es Gisela Krieg, die das Häs fertigte. Wenn an Fasnacht Fländerle Willstätts Straßen schmücken, so sind sie von Gisela Krieg und ihren Frauen gefertigt. Auch im Jahr 2001 beim großen Moscherosch-Fest nähte Gisela Krieg viele historische Kostüme. Darüber hinaus ist Gisela Krieg mit 75 Jahren immer noch Vorbild, wenn es darum geht Stimmung zu machen.

Heinz Zimmer startete seine närrische Karriere in den 60er und 70er Jahren bei der Wirtschaftsfasnacht im Adler Saal in Willstätt mit seinen berühmten Büttenreden. Er war Ansager und Moderator beim TV-Ball am Schmutzigen und am Rosenmontag bei der »Konkortonia«. Er spielte über viele Jahre bei der Hexenverbrennung den Pfarrer und war 14 Jahre Vorsitzender der Willstätter Hexen, deren Ehrenvorsitzender er heute ist. Auch heute noch ist Heinz Zimmer der Willstätter Fasnacht eng verbunden. So ist er noch immer mit Herzblut bei der Umzugsaufstellung dabei und ist vielen Besuchern des Willstätter Umzugs am Fasnachtssonntag als Ansager am Willstätter Rathaus ans Herzen gewachsen. Heinz Zimmer hat in seiner Zeit als Vorsitzender der Willstätter Hexen einer losen Hexenschar zu festen Strukturen in einem eingetragenen Verein verholfen. Wo Heinz Zimmer an Fasnacht ist, da ist auch immer Stimmung und Geselligkeit.

Georg Hetzel (87), »de Schamber Schorsch«, ist der Gründungsvater der Willstätter Hexen. Kurze Zeit nach Kriegsende initiierte er die dörfliche Fasnacht in Willstätt, indem er mit weiteren Personen, zunächst als Zigeuner verklei-
det, durch die Straßen Willstätts zog. Aus dieser kleinen Gruppe gingen wenig später die Willstätter Hexen hervor, deren Gründung auf das Jahr 1958 datiert. Unter seiner Regie wurden die ersten Gummimasken und das typische Häs angefertigt, das bis heute unverändert von den Willstätter Hexen getragen wird. Georg Hetzel ließ auch wenig später die ersten Holzmasken anfertigen, die ebenfalls bis heute zum typischen Erscheinungsbild der Willstätter Hexen gehören. 1961 organisierte er den ersten Umzug in Willstätt. Ferner fiel in seine Amtszeit als Hexenchef das Stellen des Hexenbaums am Rathaus und der Verkauf der selbstgemachten Bohnensuppe am Fasnachtssonntag.

RZ Willstätt Logo Pfade

www.narrentage.de